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Schädigung des (metallischen) Gegenkörpers

Bei Kunststoff-Metall-Gleitpaarungen wird in aller Regel vor allem der Kunststoff verschlissen, während sich am metallischen Reibpartner nur die Oberfläche verändert. Zu diesen Veränderungen zählen eine Änderung der Rauheit sowie die Ablagerung von Kunststoffabrieb (auch „Transferfilm” genannt).

Unter bestimmten Situationen kann es jedoch zu einer merklichen Schädigung des metallischen Gegenkörpers kommen. Vor allem bei hochgradig faserverstärkten Kunststoffen, harten keramischen Füllstoffen (z.B. SiC), ungünstiger Füllstoffgeometrie (z.B. scharfkantig) oder ungünstiger Faserorientierung (z.B. normal orientierte Glasfasern) kann es zu Schäden am des metallischen Gleitpartners kommen. Neben der hohen Abrasivtät des Kunststoffs oder seiner Füllstoffe begünstigt auch eine niedrige Härte des metallischen Gleitpartners dessen Abrasion.

Wird das Metall geschädigt, ist der Verschleißmechanismus typischerweise Abrasion und das Verschleißbild deshalb überwiegend von Riefen geprägt. Neben einer Erhöhung der Rauheit in der Lauffläche kann es auch zu messbarem Materialabtrag am Metall kommen. Beide Effekte können mit Hilfe eines berührungslos arbeitenden optischen Profilometers festgestellt und quantifiziert werden:

Abbildung 1: Weißlichtprofilometrische Aufnahme eines Verschleißspurquerschnitts auf einem metallischen Gegenkörper.

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